Heute bin ich nach Kunshan gefahren um mich bei meinem zukünfttigen Arbeitgeber VOITH Paper vorzustellen.
Natürlich nahm ich den Zug und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass Zugfahren in China in 3 Stadien erfolgt:
Stadium 1 „Auf die Plätze“ : Zuerst muss man hier am Bahnhof „einchecken“ soll heißen, durch die Sicherheitskontrolle und in den entsprechenden Wartesaal gelangen, der mit der Hilfe einiger freundlicher Bahnangestellter schnell gefunden ist. Dort wird dann beim Eintritt das Ticket kontrolliert und entwertet. Hier wird nun in einer um nicht zu sagen gigantischen Halle darauf gewartet, dass der Zug zum Beladen bereit ist.
Es folgt Stadium 2 „Fertig!“: So ca 20 min vor Abfahrt des Zuges fängt eine Bazilliarde an Menschen an sich fertig zu machen, d.h. schon mal vor den Toren der Wartehalle aufstellen (in langen Schlangen)
Nun zu Stadium 3 „Los!“: Nachdem die Tore geöffnet sind beginnt der Run auf den Bahnsteig so in ungefähr wie beim Sommer- oder Winterschlussverkauf bei C&A! Nachdem ich dann gemächlich auf den Bahnsteig geschlendert bin (War ja noch genug Zeit) fand ich dann heraus, dass ich sogar obwohl ich das billigste Ticket für sagenhafte 15Yuan (1,50€) gekauft habe eine Sitzplatzreservierung besaß. Nach dieser Erkenntnis war mir nicht mehr klar warum alle so rennen, da doch eigentlich jeder eine Reservierung haben sollte. Wer weiß...
Zum Zugfahren hier muss man allerdings auch sagen, dass die Chinesen alles in Hello Kitty Tüten, oder ähnlicher Plastikverpackung transportieren und zwar in rauen Mengen, was den Weg über den Gang etwas beengt.
Angekommen in Kunshan, nahm ich ein Taxi zum Werk, was by the way doppelt so teuer war wie die Zugfahrt...
Am Werk dann die nächste Hürde, am Tor sprach keiner Englisch... Dies konnte ich dann durch einen Anruf bei meinem zukünftigen Chef klären und wurde abgeholt. Mir wurde auch prompt mein Arbeitsplatz gezeigt und der jetzige Praktikant weihte mich in seine Arbeit ein.
Ich hatte mir natürlich auch wieder den richtigen Tag ausgesucht, denn heute war „Employee Information“ with BBQ afterwards. Soll heißen, der neue Praktikant wurde mit einem leckeren Chinesischen BBQ begrüßt J. Dazu muss ich sagen, dass Schweineöhrchen gegrillt doch wesentlich besser schmecken als wie auch immer die das letzte mal zuebreitet waren...
Zu meinem zukünftigen Job muss ich sagen: Läuft!!! Alle Angestellten dort sind richtig gut drauf und finden es gut, dass ich chinesisch lerne. Denke mal, dass ich dort auch noch einiges mitnehmen kann.
Nach dem BBQ ging es dann mit dem VOITH Company Bus zurück nach Shanghai. Und zwar im Renntempo! Es fahren immer 2 Busse nach Shanghai, die sich immer auf der Autobahn ein Rennen liefern. Der Bus fuhr auch gefühlte 150 Sachen mit schnellen Spurwechseln um besser voran zu kommen. Dies wurde auch hier und da mit einem kräftigen Hupen gemäß dem Motto: „Achtung ich komme!“ unterstützt. So war ich dann auch nach 40 Minuten wieder in Shanghai und konnte die Metro nach Hause nehmen, wo ich jetzt endlich mal wieder ne Runde auf meinem Bett gammeln und bloggen kann J.
Soweit für heute, weiteres folgt in ein paar Tagen.

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