Reisekarte

Donnerstag, Januar 21, 2010

Besuch in China!

Es ist Donnerstag der 21.1.2010 und ich habe endlich mal Zeit um meinen Blog mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt war ich die letzten Wochen viel auf Achse und habe meinem Besuch einen Teil von China gezeigt. Der Urlaub fing damit an, dass am 29.12. Philipp hier in Shanghai ankam. (Ein kleiner „Dank“ hier an eine Fluggesellschaft aus einem Land, welches von einem Deich umgeben ist. Denn Philipp hatte lächerliche anderthalb Stunden Verspätung, die ich am Flughafen warten durfte, was aufgrund des fehlenden Starbucks am Flughafen Pudong kein Spaß war ;-) )
Nuja, Philipps erster Tag hier fing auch direkt super an, denn der nette Geldautomat an der Metrostation fraß direkt mal seine Kreditkarte. Also rief ich in der Hoffnung Jemanden, der Englisch spricht ans Rohr zu bekommen, die Hotline an, die man im Falle eines „Kartenverlustes“ anrufen sollte. Hierbei zeigte sich mal wieder, dass das hier echt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, denn zuerst denkt man es geht gar nichts, aber auf einmal läuft alles. Nachdem ich eine halbe Stunde gebraucht habe um der netten Dame am anderen Ende der Leitung zu verklickern, dass die Karte „jammed“ ist (sie meinte auf einmal: „The machine has eaten the card?“ „Yeeeeeeeeees, you got it....“) meinte sie, dass sie mich in 3 Tagen zurückruft. Nach einigem hin und her, da wir am nächsten Tag nach Hong Kong wollten, kam dann heraus, dass wir die Karte vor 5 abends in Pudong abholen konnten. :-)
Nuja, der erste Urlaubstag war also schonmal stressig...
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Flieger nach Hong Kong, oder vielmehr nach Shenzhen vor die Grenze, da das die günstigste Möglichkeit ist nach Hong Kong zu kommen. Unser Flieger war ein kleiner Regionaljet, der auf irgendeinem Provinzflughafen einen Zwischenstopp einlegen musste. (Wir waren der einzige Flieger vor Ort und das Terminal war eigentlich ein halbes Zirkuszelt. Siehe Fotos!) Wir landeten also nach insgesamt 3 Stunden in Shenzhen und fanden auch direkt den Bus zur Grenze. Dort angekommen fing der Spießrutenlauf durch den Grenzübergang an. Dieser dauerte etwa eine Stunde bis wir endlich den MTR nach Kowloon nehmen konnten, wo unser Guesthouse war. Dort luden wir dann unsere Rucksäcke ab und machten uns auf den Weg nach Central Island. Dort schlenderten wir durch die Straßen und machten auch unseren ersten Stop bei der Pacific Coffee Company, der wir in den folgenden Tagen noch mehrmals einen Besuch abstatten sollten. Erschöpft fielen wir abends ins Bett und schliefen am nächsten Tag erstmal aus. Diesen tag verbrachten wir dann wieder mit Rundgängen durch die Stadt um dann abends an der Harbourfront, die wir aufgrund einer kleinen Menschenmasse nicht ganz erreichen konnten, das Silvesterfeuerwerk anzusehen. Zuerst hatten wir eigentlich geplant in einer Bar im 30. Stockwerk eines Hochhauses in Kowloon das Feuerwerk anzusehen, dort wurden wir allerdings um 23 Uhr rausgeworfen, da wir nicht das 150€ teure Silvesterticket besaßen bzw. kaufen wollten.
Nach dem Feuerwerk suchten wir uns einen Club um die Nacht zum Tag zu machen. Dies taten wir dann in einem Laden, der nur chinesisches Klientel hatte, was die 2 Europäer auf der Tanzfläche als riesen Attraktion betrachtete ;-)
Den 1. Januar verbrachten wir auf Lamma Island. Dort wanderten wir bei ca. 20 Grad im T-Shirt einmal um die Insel und aßen in einem Seafood Restaurant zu mittag.
Den vorletzten Tag in HK wanderten wir durch die New Territories und sahen uns mehrere Wasserfälle an. Am 3. Januar ging es dann schon weiter nach Peking. Wir chillten also mittags noch eine Runde an der Harbourfront und machten uns dann auf den Weg nach Shenzhen zum Flughafen. Da wussten wir allerdings noch nicht was uns erwartete. In Peking war an diesem Tag mal wieder Schneechaos, was dazu führte das viele Flüge gestrichen wurden oder Verspätung hatten. Als wir versuchten einzuchecken erfuhren wir, dass unser Flieger eine riesen Verspätung hatte und wir noch etwas warten sollten.
Also gingen wir zum Air China Schalter um nach weiteren Informationen bzw. einer Umbuchung zu fragen. Der Schalter war allerdings total überlaufen und keiner konnte uns so richtig weiterhelfen. Wir bereiteten uns also schon auf eine Nacht am Flughafen vor. Gegen 21 Uhr gingen wir dann einfach nochmal ganz dreist zum Business-Class Check in Schalter um zu fragen, was denn los sei. Nachdem ich dem Angestellten unsere Tickets zeigte, fing dieser an einen riesen Stress zu schieben, dass wir doch schnell unser Gepäck herbringen sollten. Dies taten wir und sahen dann, dass er das gemacht hatte, was das Personal am Info-Schalter nicht fertig gebracht hatte, er hatte uns spontan auf einen Flug umgebucht, der in 20 min starten sollte. Wir mussten also schnell zum Boarding, was durch eine Sperre der Sicherheitskontrollen verhindert werden sollte. Wir sahen dann, dass einige Leute einfach am Rand über die Absperrung kletterten und taten ihnen dieses gleich. So erreichten wir dann noch pünktlich unseren Flieger der uns nach Peking brachte. Von dem Bullshit, den der Pilot auf dem Weg zurecht geflogen ist möchte ich jetzt auch nicht berichten.
Um 4 Uhr morgens trafen wir dann endlich in unserem Hostel ein und waren froh eine Dusche nehmen zu können und dann erschöpft in die Federn zu fallen. Am nächsten Tag war also mal wieder ausschlafen angesagt. Danach sahen wir uns den Winterpalast und den Platz des himmlischen Friedens an.
Am 5.1. fuhren wir dann zur großen Mauer. Die geplante Wanderung auf der Mauer wurde aufgrund von Temperaturen um die -15 Grad in einen Ausflug umgewandelt. Dieser hatte sich aber absolut gelohnt, da wir zwischenzeitlich die einzigen Leute auf der Mauer waren. Auch hier lag sehr viel Schnee was zu vielen Fotos animierte. Nach einer ich möchte mal sagen interessanten Rückfahrt (keine gestreuten Straßen, ohne Winterreifen...) kamen wir dann gegen abend wieder im Hostel an.
Unseren letzten Tag in Peking machten wir zum Tag des Kommunismus, soll heißen wir sahen uns das Maosoleum, das Parlament und das Flaggeneinholen am Platz des himmlischen Friedens an.
Abends nahmen wir dann den Nachtzug nach Shanghai, was auch wieder ein Erlebnis war, da wir nur die oberen 2 Betten gebucht hatten und einer unserer Abteil-Genossen radioaktive Füße hatte ;-)
Philipps letzte Tage in Shanghai verbrachten wir mit Sightseeing und einem lustigen letzten Abend im Jazzclub.
Am 10.1. brachte ich ihn dann morgens nach Pudong um dann wieder heimzufahren und nachmittags wieder am Flughafen aufzutauchen um Hans-Jörg und Christoph abzuholen, die sich als nächstes angekündigt hatten.
Mit ihnen machte ich auch wieder Shanghai Sightseeing und wir flogen noch für 4 Tage nach Hong Kong. Dort verbrachten wir auch einen Tag in Macau. Dort hatten wir eigentlich geplant uns die Altstadt anzusehen, vielmehr sahen wir uns dann aber die Spieltische diverser Casinos an. (Wir haben weder Geld gewonnen, noch verloren, es war also kein schlechter Tag. Ausserdem gabs überall kostenlose Erfrischungen)
Nachdem wir dann wieder nach Shanghai zurückgekehrt waren musste Hans-Jörg auch schon wieder zurückfliegen. Wir machten also noch eine Runde über den Fake-Market (das ist wie ein Vergnügungspark, nur billiger :-D ) und brachten ihn zum Flughafen.
Christoph und ich besuchten dann noch einmal den Jazzclub und gammelten die letzten 2 Tage noch eine Runde rum. Urlaub muss ja auch mal sein!


Joa, das waren so weit die letzten Wochen. Ich habe heute schonmal angefangen meine Sachen zusammenzusuchen und werden morgen dann mal die Taschen für meinen Umzug packen.
Fühlt sich irgendwie komisch an hier auszuziehen, denn in den letzten 4 Monaten ist die Wohnung hier doch irgendwie ein Zuhause für uns alle geworden.


Ab Montag fängt dann auch mein Praktikum an und ich werde wohl erstmal nicht mehr so viel zu berichten haben. Aber ab und zu werde ich sicherlich das eine oder andere berichtenswerte erlebt haben.


Bis denn dann!


Euer Flo

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